Muschelarmband

Ratgeber, Tipps & Trends 2020

Schon seit jeher dekorieren Menschen ihren Körper mit Schmuckstücken. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass Muschelarmschmuck bei prähistorischen Ausgrabungen gefunden wurde. Noch bis in das heutige Zeitalter hinein sind Muscheln als Bestandteil von Armbändern sehr beliebt und zieren mit ihren facettenreichen Farben sowie Mustern die Handgelenke. Sowohl Frauen als auch Männer schätzen die natürliche und zeitlose Note, welche Muschelarmbänder hinterlassen.

Die häufigsten Muschelarten für die Verarbeitung von Armbändern

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Jede Muschel wird in ihrem Lebensverlauf von der Natur geformt und hat sich zu einem unverwechselbaren Unikat entwickelt. Deshalb weichen die einzelnen Exemplare oft in der Form und Farbe ab, manchmal sogar sehr extrem. Viele Muschelarten erweisen sich bei genauer Betrachtung als kleine Kunstwerke, welche sowohl optisch als auch haptisch ein wahrer Genuss sind. Sehr beliebt für Armbänder sind die kleinen Kaurimuscheln, welche sich aufgrund ihrer überschaubaren Größe gut als Armschmuck eignen. Zwar gehören die wunderschönen Kauris vom wissenschaftlichen Aspekt gesehen zur Gattung der Schnecken, werden aber üblicherweise als Muscheln bezeichnet. Bevor es in vielen Ländern wertvolle Münzen aus Gold oder Silber gab, dienten Kaurimuscheln als Zahlungsmittel, vor allem in Afrika, Asien und der Südsee. Dieser traditionelle Geldersatz dient heutzutage immer noch als Talisman und wird zu verschiedenen Schmuckstücken verarbeitet, zu denen auch Armbänder gehören. Kaurimuscheln lassen sich an ihrem typische Aussehen erkennen. Sie sind klein, eiförmig und in der Regel weiß oder cremefarben, dazu verfügen sie über einen leicht glänzenden Überzug. Manche der Arten sind auch bunt gefärbt und gemustert. Sehr beliebt für die Herstellung von Muschelarmbändern ist auch Perlmutt, da sich dieses Material in die gewünschte Größe und die benötigten Formen zurechtschneiden lässt. Bei Perlmutt handelt es sich um die Innenseite von Muscheln, in denen sich Perlen ausbilden. Das kostbare Material ist für Schmuckstücke sehr begehrt und verfügt über irisierende Eigenschaften. Des Weiteren gibt es unzählige exotische Muschelarten:

  • Gedrehte Trompetenmuscheln
  • Asiatische Muscheln in ungewöhnlichen Farben
  • Tropische Arten mit schräger Zuckertüten-Form

Herkunft und Qualitätsunterschiede der verwendeten Muscheln

Muscheln gehören zur Kategorie der Weichtiere, ein typisches Merkmal ist das Gehäuse aus zwei kalkigen Schalen. Die diversen Muschelarten haben sich auf der ganzen Welt verbreitet, sie bevölkern diverse Zonen in Brack-, Salz- und Süsswasser, von der Nordsee bis zum Pazifik. Menschen nutzen schon seit jeher die leckeren Innenkörper der Muscheln als Nahrungsmittel und die harten Gehäuse für die Schmuckherstellung. Nach ihrem Ableben lassen sich Muscheln häufig direkt am Strand finden. Die für Armbänder sehr beliebten Kaurimuscheln leben vor allem in tropischen und subtropischen Meeren. Ein wahres Muschelparadies ist Sanibel Island vor der Küste von Florida, genauso wie Shell Beach in Australien. Aber auch im Mittelmeerraum leben viele Muschelarten, zum Beispiel vor den Küsten von Andalusien, Korsika und an der italienischen Adria. Selbst an der Nord- und Ostsee gibt es viele verschiedene Muscheln, am häufigsten kommt dort die Herzmuschel vor. Allerdings stehen viele Muschelarten unter Naturschutz, deshalb stammen die für die Schmuckherstellung benötigten Exemplare in den meisten Fällen aus speziellen Zuchtfarmen. Auf diese Weise lassen sich auch die Qualitätsunterschiede minimieren, welche sich in der Natur zwangsläufig ergeben, da jede Muschel anderen Herausforderungen in ihrem Leben ausgesetzt ist.

Materialien für das Bestücken der Muschelarmbänder

Um die Armbänder aus Muscheln zu bestücken, kommen in der Regel Gummibänder, Lederstränge, Nylonschnüre und andere reißfeste Materialien zum Einsatz. Muschelarmbänder lassen sich ebenfalls gut mit Gold, Silber und Stahl kombinieren. Für besonders edle Modelle bieten sich dazu noch Anhänger an. Zu den beliebten Accessoires in Kombination mit Muschelarmschmuck gehören:

  • Kleinformatige Kugeln
  • Farbig leuchtende Korallen
  • Kleine Medaillons
  • Sonstige natürliche Materialien

Die gängigen Farben der Armbänder aus Muscheln

Muschelarmbänder gibt es in genauso vielen Farben wie die Muschelarten. Weit verbreitet sind die natürlichen Farbtöne Beige, Braun, Hellbraun, Rosa und Weiß, manche Muscheln leuchten aber auch in goldenen und silbernen Farben. Dazu schillert Muschelarmschmuck aus Perlmutt in den Farben des Regenbogens. Des Weiteren lässt sich die visuelle Gestaltung der Armbänder mit farbigen Materialien für das Bestücken und Verbinden nach Wunsch modifizieren.

Dicke der Muschelarmbänder

Bei der Dicke der Armbänder aus Muscheln gibt es keine Norm, erlaubt ist, was gefällt. Wer eher filigranen Armschmuck mag, der findet Muschelarmbänder aus Perlmutt in einer Dicke von nur wenigen Millimetern. Dagegen können die deutlich größeren Trompetenmuscheln über eine Dicke von einigen Zentimetern verfügen.

Verschlussarten für Muschelarmbänder

In der Regel werden Makramee-Verschlüsse für Armschmuck aus Muscheln eingesetzt. Diese speziellen Verschlüsse lassen sich dank dem Schiebeknoten ganz einfach und individuell verstellen, sodass sich das Armband optimal an jedes Handgelenk anpasst. Zwar sind die dafür verwendeten Materialien reißfest, nutzen sich aber mit der andauernden Reibung ab. Deshalb kommt es mit der Zeit zu brüchigen Stellen, die einreißen können. Bei Armbändern aus Edelmetallen gibt es häufig gar keinen Verschluss, da diese etwas weiter sind, sodass die zusammengefaltete Hand durchpasst. Schmuckträger mit besonders breiten Händen haben damit allerdings so ihre Probleme.

Ausdruck der verschiedenen Muschelarmbänder

In Verbindung mit Muschelarmschmuck stehen Abenteuer auf der ganzen Welt, Energie aus dem Meer, unbegrenzte Freiheit, maritimes Leben und Selbstbewusstsein. Muschelarmbänder sind besonders bei naturverbundenen Personen sehr beliebt, vor allem bei Hippies, Surfern und Weltreisenden. Es gibt aber auch elegante Modelle kombiniert mit Gold und Silber, die einen edlen Gesamteindruck hinterlassen. Viele Urlauber bringen sich außergewöhnlichen Muschelarmschmuck als Souvenir aus exotischen Reiseländern mit, um sich an die schönen Urlaubsmomente zu erinnern.

Wichtige Faktoren bei der Auswahl eines Muschelarmbands

Bei den Schalen von Muscheln handelt es sich um das äußere Skelett der Tiere, welches den inneren Weichkörper vor äußeren Einflüssen und Fressfeinden beschützt. Da Muschelschalen hauptsächlich aus Kalk bestehen, sind sie extrem hart und widerstandsfähig. Trotzdem können Muschelarmbänder brechen, wenn diese zu starkem Druck ausgesetzt sind. Wer großen Wert auf hochwertige Qualität beim Muschelarmschmuck legt, der sollte auf eine ausreichende Dicke der einzelnen Bestandteile achten. Je dicker die verwendeten Muscheln sind, desto unwahrscheinlicher sind eingerissene oder gebrochene Stellen.

Haltbarkeit von Muschelarmbändern

Armbänder aus Muscheln mit einer ausreichenden Dicke können ein ganzes Leben halten. Dagegen kommt es bei extrem filigranen Modellen erfahrungsgemäß deutlich schneller zu Rissen und sonstigen Beschädigungen. Deshalb stehen die Qualität und Dicke in direktem Zusammenhang mit der Haltbarkeit der Muschelarmbänder.

Tipps zur Pflege von Armbändern aus Muscheln

Für eine lange Haltbarkeit ist die Pflege der Muschelarmbänder entscheidend. Generell sollte der Muschelarmschmuck vor dem Arbeiten an Maschinen und beim Kontakt mit ätzenden Flüssigkeiten abgelegt werden. Angesichts der Tatsache, dass in vielen Haushaltsmitteln Laugen und Säuren enthalten sind, können diese die Muschelarmbänder empfindlich angreifen, da es sich dabei um Naturprodukte handelt. Nach häufigem Tragen sind Armbänder aus Muscheln sanft mit einem weichen und feuchten Tuch von Schweiß zu befreien. Dabei ist der Einsatz von chemischen Reinigungsmitteln nicht zu empfehlen. Dazu bietet sich im Zuge der Pflege eine intensive Reinigung der Muschelarmbänder an, etwa zwei- bis dreimal pro Jahr. Dafür das ganze Armband in ein Bad mit lauwarmem Wasser und mildem Spülmittel einlegen, danach vorsichtig mit einem weichen Schwamm reinigen. Im Anschluss das Muschelarmband bei Zimmertemperatur trocknen. Um den Glanz der Muscheln und des Perlmutts zu erhalten, bietet sich das Behandeln mit Olivenöl an. Dafür mit einem weichen Tuch eine dünne Ölschicht auf das Armband auftragen.

Kombinationsmöglichkeiten und Gelegenheiten für Muschelarmbänder

Armbänder aus Muscheln passen zu allen Lebenslagen und Events. In der Freizeit darf Muschelarmschmuck in starken Farben leuchten, für das Büro bietet sich ein dezentes Modell in schwarzen Tönen an. Dagegen darf es für die Abendveranstaltung ein breiteres Band mit vergoldeten Edelstahlelementen sein, zum Beispiel in 12mm und mit dazu passendem Medaillon. Aufgrund der verschiedenen Designs der Muschelarmbänder passen diese auch zu fast allen Kleidungsstilen und Farben. Dazu gehören bei den Herren die alltäglichen Jeans und das lockere Hemd. Im Sommer dürfen es in Kombination mit leichten Kleidern für die Damen auch ausgefallene und farbenfrohe Muschelarmbänder sein. Zum klassischen Anzug passen eher dezentere Bänder in schlichten Farben und Designs. Experimentelle sowie modemutige Damen und Herren tragen verschiedene Armbänder aus Muscheln zusammen. Darüber hinaus passen Muschelarmbänder zu vielen anderen Accessoires, unter anderem zu Lederarmbändern, Uhren und selbstverständlich auch zu Tattoos.