Bettelarmband

Ratgeber, Tipps & Trends 2020

Bettelarmbänder liegen im Trend. Lange Zeit waren die Armbänder mit den vielen Anhängern aus dem Bewusstsein verschwunden und fanden sich nur noch im Trachtenschmuck oder als Geschenk für Kinder. Heute erlebt das individuelle Schmuckstück eine Renaissance und wird von Frauen und Männern gern getragen. Du findest Charm Bracelets in allen Preisklassen und verschiedenen Stilrichtungen.

Dein Bettelarmband – ein Begleiter durchs ganze Leben

Bettelarmbänder gab es bereits im Mittelalter. Damals wurden Bettler nur durch das Stadttor gelassen, wenn sie eine entsprechende Marke vorweisen konnten. Diese Stadtmarken trug man an einem Armband. Sammelschmuck findet sich auch in der Renaissance in reichen Haushalten. Kostbare Anhänger mit Glücksmotiven schmückten Armbänder und wurden einzeln als Zeichen von Liebe und Aufmerksamkeit verschenkt. Diese Italian Charm Bracelets sollen ein Vorbild für Armbänder mit Glücksbringern und Buchstaben sein.

Auch im ersten Katalog der Star-Marke Tiffany aus dem Jahr 1845 wurden kleine Talisman-Anhänger für Armbänder vorgestellt. In manchen Gegenden gibt es die Tradition, dass Stadtwappen gesammelt und an einem Armband getragen werden.

Heute gibt es eine Vielfalt an Variationen. Kostbare Charms werden zur Taufe, zur Konfirmation, zur Kommunion, zu Prüfungen oder zur Hochzeit geschenkt. Sie erinnern an die Geburt der Kinder oder erzählen als exotische Anhänger von Reisen in ferne Länder. Material und Ausführung reichen vom Modeschmuck über Anhänger und Armbänder im Ethno-Style bis zu kostbaren Miniaturen, die mit Edelsteinen oder Diamanten verziert sind.
Du kannst mit einem Bettelarmband Deiner Sammelleidenschaft frönen oder Du stellst Dir Deine ganz persönliche Mischung von Glücksbringern zusammen, die Dich ein Leben lang begleiten.

Materialien für Bettelarmbänder von A bis Z

Das Material für Bracelets sollte robust sein und dem Stil entsprechen, nach dem Du Dir Deine Anhänger zusammenstellen willst. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Charms an einem Armband zu sammeln:

Edelstahl wird wegen seiner Robustheit und den vielfältigen Möglichkeiten der Oberflächengestaltung geschätzt. Als Chirurgenstahl ist er pflegeleicht, rostfrei, neigt nicht zum Anlaufen und eignet sich auch, wenn er als nickelfrei ausgewiesen wird, für Allergiker.

  • Gold gehört zu den Klassikern bei der Materialauswahl für exklusive Bettelarmbänder. Es wird in verschiedenen Legierungen als 333er, 585er und 750er Gold angeboten. Den höchsten Goldgehalt bietet Dir die 750er Legierung. Je nach Zusammensetzung ergeben sich die Farbtöne Weiß-, Gelb- oder Roségold. Eine kostengünstige Alternative zu Goldschmuck sind Vergoldungen oder Plattierungen.
  • Leder ist ein widerstandsfähiges Material, das seit Menschheitsbeginn zur Schmuckherstellung genutzt wird und seit es in den 1960er Jahren mit der Hippie-Kultur wieder aufkam, seinen Platz behauptet. Für Bettelarmbänder im Ethno- und Boho-Style sind Lederarmbänder perfekt.
  • Perlen sind eine außergewöhnlich schöne Materialvariante für Armbänder mit Charms. Der Einsatz echter Perlen für Bettelarmbänder ist eher selten, da die Kratzgefahr sehr hoch ist. Doch Edelstein-, Glas- oder synthetische Perlen können zu einem außergewöhnlichen Bettelarmband verarbeitet werden.
  • Platin ist robuster, härter und widerstandsfähiger als Gold. Es lässt sich gut verarbeiten und formen. Hochwertige Armbänder aus Platin sind pflegeleicht, gut belastbar und garantieren eine lange Tragedauer.
  • Silber gehört neben Gold zu den klassischen Edelmetallen für Armbänder. Reines Silber wäre zu weich, daher wird Schmuck aus Legierungen hergestellt. Sterlingsilber mit seinem Gehalt von 92,5 Prozent als 925er Silber ist die wertvollste Silbervariante. Die Oberfläche kann matt oder hochglänzend sein. Unter Sauerstoffeinfluss kommt es Anlaufen des Silbers. Regelmäßige Pflege ist notwendig.
  • Titan gehört zu den Newcomern im Schmuckbereich. Das widerstandsfähige Metall hat sich vor allem bei Herrenschmuck einen Namen gemacht. Das Material ist äußerst kratzfest, läuft nicht durch Oxidation an, hat eine lange Lebensdauer und ist vor allem sehr leicht, was den Tragekomfort von Bettelarmbändern deutlich erhöht.

Gold, Silber oder Edelstahl?

Für welches Material für ein Bettelarmband Du Dich entscheidest, hängt von Deinen Vorlieben, dem Verwendungszweck und Deinem Stil ab. Bist Du der spontane Typ, dem Individualität wichtig ist und der das Ursprüngliche liebt? Dann kann ein Armband aus Leder das Richtige für Dich sein. Das robuste Material lässt sich meist variabel angleichen, man kann es im Urlaub am Strand, auf Reisen und im Casualbereich tragen und es lässt sich bei entsprechendem Design gut unter dem Hemd beim Businessdress verbergen.

Du bist das genaue Gegenteil? Edler Schmuck, Stil und Eleganz haben für Dich Priorität. Du schätzt das Klassische? Ein Bettelarmband aus Gold wird Dich begeistern. Du kannst über Jahre hinweg kleine Kunstwerke als Anhänger sammeln. Goldarmbänder sind nicht nur etwas für einen selbst, sie haben das Potenzial, zum Familienschmuck zu werden und die nächste Generation zu begeistern.

Silber steht allen kühlen Schönheiten und unterstreicht das Helle ihres Teints. Mit Silber kannst Du klassisch-romantische Armbänder finden oder Entwürfe, die in Richtung Street Style, Bling Bling, Boho oder Ethno gehen. Silberschmuck ist auch ein wunderbares Geschenk für das Patenkind.

Edelstahl findet gerade in modernen Schmuckentwürfen Beachtung. Besonders für markanten Männerschmuck eignet sich das robuste Material, das man auch im Sport- und Freizeitbereich gut tragen kann.

Verarbeitungsarten von hochglanz bis matt

Armbänder gibt es in unterschiedlichen Formen und Stilrichtungen. Die Oberflächengestaltung spielt bei Schmuck eine entscheidende Rolle. Selbst Leder- und Textilschmuck kann in matten und glänzenden Varianten hergestellt werden. Mit glänzendem Schmuck erweckst Du mehr Aufmerksamkeit, während matte Gestaltungen dezenter wirken. Lackleder wirkt eher zu auffälligen Outfits oder zu festlicher Kleidung, während Naturleder sich für einen rustikalen Look eignet.

Bei Metallen findest Du meist hochglänzende, polierte Oberflächen. Du solltest darauf achten, diesen Glanz zu erhalten, damit die Wirkung Deines Schmucks nicht beeinträchtigt wird. Doch auch matte Formen haben ihren Reiz. Bei einem Bettelarmband ist es günstig, eine schlichte Form zu wählen, damit die Anhänger entsprechend zur Geltung kommen. Das Armband selbst wirkt dabei wie eine Basis, die die unterschiedlichen Charms ästhetisch vereint.

Je harmonischer Du Deinen Schmuck zusammenstellst, umso wichtiger ist auch der Bezug der Oberflächengestaltung zwischen den Anhängern selbst und zum Armband. Ganz streng wird die Abstimmung bei Bettelarmbändern nicht gesehen, lebt doch der Schmuck von der Vielfalt der kleinen Charms und ihrer individuellen Zusammenstellung. Hier gilt: Erlaubt ist, was gefällt!

Armbandvariationen von Ankerkette bis Zopfkette

Für das Design eines Bettelarmbands gibt es viele Möglichkeiten. Bei der Wahl des Basisarmbands solltest Du darauf achten, dass es stabil und nicht zu schwer ist. Durch die Anhänger gewinnt ein Bracelet erheblich an Gewicht.

  • Ankerketten gehören zu den klassischen Schmuckformen. Den Namen hat das Design von den Gliedern der Kette, die auf dem Schiff den Anker hält. Je nach Länge, Größe und Breite der Kettenglieder lassen sich Charms einhängen. Ein Ankerkettenarmband kann sehr dominant wirken und eignet sich auch für männliche Handgelenke. Die robuste Fertigung garantiert Stabilität.
  • Beadarmbänder bieten einen hohen Grad an Eigenbeteiligung. Sie sind eine moderne Variante des Sammelschmucks. Es gibt sie aus allen Materialien von Gold bis Leder. Sie sind mit einem Schmuckverschluss gekoppelt, dessen Eigenwirkung das Basisarmband selbst ohne Beads und Charms zum Schmuckstück macht. Diese Art des Bettelarmbands garantiert hohe Sicherheit und bietet breiten Gestaltungsspielraum.
  • Erbsketten setzen sich aus runden Kettengliedern zusammen, die abwechselnd vertikal und horizontal ineinandergreifen. Sie werden einzeln oder mit Anhänger getragen. Als Trachtenschmuck sind sie beliebt. Für Bettelarmbänder werden sie seltener verwandt.
  • Figaroketten haben selbst einen hohen Schmuckwert durch die unterschiedliche Größe ihrer einzelnen Kettenglieder und die rhythmische Anordnung: Auf drei runde Kettenglieder folgt ein länglich ovales. Solche Armbänder lassen sich mit Anhängern kombinieren, sollten aber eher als Einzelstücke getragen werden.
  • Kordelketten sind Weiterführungen der Ankerkette. Dabei werden mehrere einzelne Ankerketten zu einer einzelnen Kordelkette. Durch eine spezielle Bearbeitung der einzelnen Kanten erhält die Kettenform ihren besonderen Glanz. Mithilfe von Karabinern können Anhänger an einem Kordelkettenarmband befestigt werden.
  • Mesh ist eine bestimmte Art des Verwebens von Metallfäden. Du findest es oft bei Uhren. Mesh-Armbänder haben ihren ganz eigenen Reiz. Je nach Wahl des Metalls eignet sich der markante Armschmuck auch für Männer.
  • Panzerarmbänder gibt es in breiter, robuster Ausführung oder als zierliche Fassung in verschiedenen Edelmetallen. Die flach gehaltenen Elemente der Panzerkette garantieren ein angenehmes Tragegefühl. Sie bilden mit einem adäquaten Verschluss ein solides Basisarmband für Charms.
  • Roloketten gehören zu den klassischen Kettenformen aus Edelmetallen, die in verschiedenen Proportionen ihrem Zweck angeglichen werden. Die Glieder greifen ineinander und werden mit kugelförmigen Elementen akzentuiert. Bei entsprechender Größe eignen sich ein- oder mehrreihige Roloketten als Bettelarmband.
  • Schlangenketten bringen meist bereits eine gewisse Schwere mit sich. Die kompakten Schmuckstücke lassen sich mit Anhängern versehen, eignen sich jedoch aufgrund des Eigengewichts weniger für Bracelets.
  • Venezianerketten gehören zu den beliebtesten Armbandvariationen aus Edelmetall. Die quadratischen Elemente liegen eng beieinander, wirken einerseits geschlossen und haben doch eine flexible Leichtigkeit. Diese elegante Form kann bei entsprechender Größe oder in mehrreihiger Fassung eine ansprechende Basis für Deine Charms bilden.
  • Zopfketten sind sehr effektvoll. Die metallischen Kettenglieder werden in sich gedreht und ineinandergeflochten. Dadurch entsteht ein elegantes und dennoch verspieltes Armband, das mit Anhängern bestückt werden kann.

Charms & Anhänger für jeden Stil

Kleine Anhänger gibt es in vielen verschiedenen Formen. Edle Charms aus Gold können pur verarbeitet oder mit Edelsteinen geschmückt sein. Sie passen am besten zu einem goldenen Bettelarmband. Wenn Du es gerne mehrfarbig und etwas legerer magst, kannst Du sie auch bicolor zu einem silbernen Basisarmband kombinieren. Zur Taufe, zu Prüfungen, zur Hochzeit oder zur Geburt eines Kindes passen kostbare goldene Anhänger.

Silberschmuck ist ideal für Liebhaber des Bohemienstils. Kleine Talismane oder exotisch gestaltete Anhänger lassen sich perfekt kombinieren und bringen Deine individuellen Vorlieben zur Geltung. Silberne Anhänger kannst Du an einem Silber- oder Lederarmband tragen. Elegant oder romantisch verspielt wirken Bettelarmbänder aus Silber. Auch als Kinderschmuck sind Silbervarianten beliebt.

Wenn Du Dir selbst Deinen Schmuck zusammenstellst, kannst Du entscheiden, ob Du einfach alles oder thematisch sammeln möchtest. Das Schöne an Charms ist: Du kannst sie wechseln und mit neuen Lieblingsanhängern ersetzen.

Verschlussarten beim Bettelarmband

Ein Bracelet mit Charmes ist besonderen Belastungen ausgesetzt. Gerade bei diesem Schmuckstück ist der Verschluss sehr wichtig. Bei der Ausführung musst Du unbedingt auf Qualität achten, nur so ist die gewünschte Langlebigkeit garantiert.
Knebelverschlüsse sind generell ungeeignet, da sie sich spontan öffnen können.

  • Ein Karabinerverschluss, der mit Haken und Öse als Schnappverschluss ausgeführt wird, ist bei hochwertiger Verarbeitung für Bettelarmbänder sicher.
  • Ein Kastenschloss, bei dem der in den Kasten eingeführte Schieber zusätzlich mit einem Schnappverschluss gesichert wird, kann ein Bettelarmband gut absichern.
  • Einen Knotenverschluss hast Du mitunter bei Lederarmbändern. Beim Bettelarmband ist die Verschlussart nicht ideal.
  • Ein Magnetverschluss in hoher Qualität kann ein Bettelarmband sichern.

Zur Pflege von Bettelarmbändern

Materialentsprechend erfolgt die Pflege Deines Schmucks. Besonders achtsam musst Du bei einem Materialmix vorgehen. Ein Lederband fettet sich in der Regel selbst. Bei Gold- und Silberschmuck kann es zu Oxidationen kommen. Du solltest Dein Bettelarmband daher in ein Schmucktuch verpackt vorsichtig lagern. So vermeidest Du auch Kratzspuren.
Regelmäßiges Polieren erhält den Glanz. Mit Putzmitteln solltest Du vorsichtig sein und wenn nötig Spezialreiniger verwenden.